Ich muss gestehen, ich habe mir Lima anfangs ganz anders vorgestellt. Trist, ärmlich und gefährlich. Die Realität ist genau umgekehrt. Polizei ist massiv vertreten und macht die Hauptstadt des südamerikanischen Anden-Staates Peru, zu einem sicheren Fleckchen Erde. Als ärmlich und trist kann man die bekannten Touristenregionen der Stadt sicherlich auch nicht bezeichnen. Miraflores, Barranco oder die historische Altstadt, um nur ein paar Stadtteile zu nennen, sind modern, grün und einladend. Oft vergisst man, dass man sich gerade in Südamerika befindet. Lima fühlt sich an wie eine westliche Metropole und genauso kostspielig ist sie auch.
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Um 04:30 Uhr brechen wir von Cusco auf in Richtung Machu Picchu. Es ist dunkel, kalt und die Wolken liegen wie Nebelschleier über der Straße. Cusco, das Zentrum des peruanischen Andenhochlandes liegt auf über 3.400 Metern Höhe und das merkt man auch. Treppensteigen wird so anstrengend, wie ein Marathon. An Sport ist erst gar nicht zu denken. Machu Picchu dagegen, liegt romantisch, auf einem Bergrücken, auf 2.360 Metern. Mit der Incarail Eisenbahn fahren wir von Ollantaytambo, bis zum Fuße des Machu Picchus. Das letzte Stück kann man wandern oder mit Bussen auf engen Serpentinenpisten hinauffahren. Alleine der Anblick des gewaltigen Bergmassivs lässt uns spontan die Entscheidung fällen, wir nehmen den Bus.
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Irgendwie hatten wir uns Istanbul wärmer vorgestellt. Wir hatten dieses Bild von lauen Abenden, wo man in ein luftiges Jackett schlüpft, während man auf der Dachterrasse den Sonnenuntergang über dem Bosporus genießt. Schließlich fahren noch genügend Badeurlauber im November nach Antalya. Istanbul im November hingegen bedeutet nasskaltes Wetter, Temperaturen zwischen 7 - 15 Grad und jede Menge heißen Tee. Letzteres wird zudem in Kaffees und Bars genossen, anstelle von Dachterrassen. Das Wetter kann man sich nicht aussuchen, schon gar nicht, wenn man auf die Schnäppchenangebote im Internet spekuliert. Sun Express, eine Tochtergesellschaft von Turkish Airlines und Lufthansa, fliegt uns für geldbeutelfreundliche 50,- Euro nach Istanbul und sogar zurück.
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Will sich Indien vor Touristen schützen, oder ist das die erste Stufe zu höherer Spiritualität? Die Beantragung des Touristenvisums für Goa, raubt mir den letzten Nerv. Fünf Seiten mit peniblen Fragen zu meiner Person, meinem Umfeld, meiner Familie und meinen Gründen für die Einreise. Nein ich bin nicht bei der pakistanischen Armee und habe auch keine pakistanischen Verwandten, zum vierten Mal klicke ich diese Frage jetzt schon genervt an. Jedes Mal wenn ich das Internetformular absenden will, bricht der Server zusammen und ich muss von vorne beginnen. Auf die Frage, welche Länder ich in den letzten zehn Jahren bereist habe, bekomme ich einen Wutanfall. Als ich das Feld zum ersten Mal ausgefüllt habe, war ich noch euphorisch. Ich habe durch meinen Reisepass geblättert und alle Länder chronologisch nach dem Einreisedatum aufgeführt. In zehn Jahren kommt einiges zusammen, besonders wenn der Pass so viele Stempel hat, wie ein Kirmesboxer blaue Flecken. Beim zweiten Anlauf, war ich schon leicht genervt, beim Dritten stark gereizt und beim Vierten habe ich mich über mich selbst geärgert, dass ich nicht von der Copy- und Paste-Funktion Gebrauch gemacht habe. Beim fünften Versuch hat der Upload funktioniert und ich war zumindest auf dem Server registriert. Anschließend folgten nur noch mehrere Ausdrucke und Unterschriften von verschiedensten Formularen, eine satte Visagebühr von 63,78 Euro und Passbilder in amerikanischem Format. Vielleicht ist dieser Bürokratismus auch nur die erste Lektion zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Karate Kit hat ja schließlich auch mit Autopolieren angefangen und nicht gleich mit dem Todesschlag.
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